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Wie Unternehmen innovativ bleiben

Das Potential der Mitarbeitenden fördern und nutzen

· German

Mit dem Innovationsprogramm «Kickbox» weckt Swisscom bei den Mitarbeitenden den Unternehmergeist. Damit sollen nicht nur neue interne Produkte und ganze Geschäftszweige entstehen, sondern auch Spin-offs und gemeinsame Projekte mit Partnerunternehmen – quasi «out of the box».

Grosse und mittlere Unternehmen sind schwerfällig, wenig innovativ und der Routine verfallen, während Start-ups und Kleinunternehmen kreativ, dynamisch und erfinderisch sind. Dieses Klischee dürfte zwar nicht komplett falsch sein, trifft aber auf Swisscom überhaupt nicht zu. Denn, wie in anderen grossen Unternehmen auch, steckt in den Mitarbeitenden viel Potenzial, das nur angezapft werden muss.

Mitarbeitende, die eine zündende Idee haben, können sich für eine sogenannte Kickbox bewerben und ihre eigene Idee zu einem Projekt weiterentwickeln. Mit diesem Innovationsprogramm Kickbox soll der interne Unternehmergeist gefördert werden. Mit dem eigentlichen Ideenwettbewerb generierte Swisscom bereits zahlreiche Projekte, aus denen nun neue Produkte, ja ganze Geschäftszweige und Spin-offs werden sollen.

Intrapreneurs mit Unternehmergeist

Ursprünglich stammt die Idee der firmeninternen Innovationsbox vom Softwareunternehmen Adobe. «Wir haben die Idee adaptiert und nach unseren Bedürfnissen weiterentwickelt», erklärt David Hengartner, Initiant der Swisscom Kickbox. Von der ursprünglichen Adobe-Box seien aber nur noch etwa zehn Prozent enthalten.

David Hengartner, Head of Swisscom Kickbox

Der Freiraum, den die Kickbox ermöglicht, kostet zwar Zeit und Geld. «Doch wenn daraus fruchtbare Geschäftsbereiche entstehen, sind die Ressourcen gut angelegt», sagt Hengartner.

 

Nach der erfolgreichen Beendigung der Pilotphase wird das Intrapreneurship-Programm nun weitergeführt. Einerseits kommen laufend neue Erstbewerber für die rote Box hinzu. Andererseits sind insbesondere die ersten goldenen Kickbox-Projekte auf bestem Weg dazu, neue Produkte und Umsatzkanäle zu generieren. Es werden aber auch permanent neue Konzepte getestet: So sollen beispielsweise Swisscom-Mitarbeitende in die Projekte investieren können. Oder vielversprechende Intrapreneure können bis zu drei Monate in den Swisscom-Outposts im Silicon Valley, in Berlin oder in Schanghai an ihren Ideen arbeiten.

Mehrwert für Mitarbeitende und Kunden

Neben Arbeitszeit und Startguthaben erhalten die Gewinner einer Kickbox auch Unterstützung durch interne und externe Spezialisten und können viel Erfahrung sammeln. Der Innovationsprozess kann auch für externe Unternehmen von Nutzen sein. Mit einem Cross-Company-Ansatz können sich Unternehmen als Experten und Partner für Projekte oder für ein daraus resultierendes Spin-off engagieren.

Seit einem Jahr hat Swisscom das Kickbox-Programm geöffnet und bietet es als Dienstleistung für Unternehmen an – eine Art «Innovation as a Service», wie Hengartner erklärt. Auch eine Zusammenarbeit mit Hochschulen ist im Gange. Daraus ist beispielsweise ein Kurs für ETH- und HSG-Studierende entstanden und der «Lean Start-up Academy»-Kurs an der ETH.

Eine neue Möglichkeit, um interne Ideen und Projekte voranzubringen, ist die Finanzierung über sogenannte KickAngels – dem ersten Enterprise Crowdfunding in der Schweiz: In einem Pilot erhalten 100 Swisscom-Mitarbeitende je 1000 Franken, um in Projekte ihrer Wahl zu investieren. Die Projekte befinden sich in der roten Phase und erreichen bei genügender Zustimmung die blaue Phase. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen Mitarbeitende auch eigenes Geld in Projekte investieren können.

Das Innovationsprogramm zeigt, wie Grossunternehmen ihre Mitarbeitenden dazu ermutigen können, innovativ zu denken und Prozesse weiterzuentwickeln. «Mit der Kickbox fördern wir den internen Unternehmergeist und stärken die Innovationskultur nach dem Motto: try fast, fail fast, learn fast», fasst Kickbox-Initiator David Hengartner zusammen. Mit der richtigen Methode gelingt es also auch in Grossunternehmen, den Start-up-Geist zu wecken und neue Ideen entstehen zu lassen.

[Quelle: https://magazin.swisscom.ch/neue-technologien/unternehmen-innovation-foerdern-start-up/]

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